Auf Dominaschulung mit Contessa Juliette

**Erotische Phantasien umsetzen, Neues ausprobieren - das scheitert oftmals an der Kenntnis der Praxis und Kompetenz. Die Dominaschulung von Contessa Juliette ist ein Tuning für das sexuelle Selbstbewusstsein, sie vereint Theorie und Praxis, phantasievolle Do's sowie Don'ts. Kompetent und mit einem Schuss Humor vermittelt von einer der schillerndsten Persönlichkeiten der Wiener SM-Szene.

Contessa Juliette - Credit: Esther CrapÉlle / Atelier Mystique

Wie beginnen…?

Contessa Juliette / Credit: Esther CrapÉlle, Atelier Mystique

Credit: Esther CrapÉlle, Atelier Mystique

Man möge von „Shades of Grey“ halten, was auch immer man möchte (zB „langweiliges SM-Märchen“), aber eines hat diese Trilogie geschafft: SM-Praktiken fanden Einzug in die Schlafzimmer diese Welt. Ist die “Official Fifty Shades of Grey Pleasure Collection” schon im Nachtkästchen neben dem Bett kindersicher verschwunden, stellt sich dann eine knifflige Frage. Was damit anstellen? Denn die sinnliche und kompetente Anwendung ist gar nicht so einfach.

Antworten in Theorie und Praxis gibt die Dominaschulung von Contessa Juliette. Die geborene Berlinerin führte über Jahre hinweg ein Doppelleben – neben ihrem offiziellen Beruf als Managerin eines Familienunternehmens tauchte sie ein in ein Parallel-Leben als professionelle Domina. Nach und nach wurde sie zu einer der ganz großen Frauen in der Wiener Szene mit einem eigenen Studio. Im hochpreisigen Sektor angesiedelt, hat die Unternehmerin den Markt professionalisiert und aufbereitet. Die Preise stiegen mit ihrem Eintritt in die Branche, und sie fielen, als sie ausstieg. Ihr Verantwortungsbewusstsein, aber auch das niveauvolle Auftreten und die phantasievolle Umsetzung der Kundenwünsche führten sie zum Erfolg. Kunden konnten sich wohlfühlen und fallen lassen, da Sicherheit immer ein wichtiger Teil des Spiels war.

Dieser Artikel könnte dich auch interessieren:

Kompetenzen aufbauen

Credit: Contessa Juliette

Credit: Contessa Juliette

Diese Professionalität ist auch in der Schulung zu spüren. Sie schafft es, Tabus abzubauen, Nacktheit und Sexualität, Phantasien und Lust als das Normalste auf der Welt zu kommunizieren. Diese natürliche Sichtweise ist ansteckend, und in der gemütlichen Wohnzimmeratmosphäre, in der das Seminar stattfindet, lassen sich Tabus und Hemmungen hervoragend abbauen. Man fühlt sich sicher, geborgen, wird akzeptiert, so wie man ist. Alle Fragen, die man schon immer stellen wollte – sich aber nie getraut hat – werden beantwortet. Und ich realisiere, dass ich nicht die Einzige bin, die sich diese Fragen heimlich gestellt hat.

Das Seminar beinhaltet einen umfassenden Praxisteil, beginnend beim Einstieg in die Session, über Fußerotik bis hin zur praktischen Anwendung von Schlaginstrumenten und Fesselungen. Zwei charmante Sklaven stehen für diesen Part zur Verfügung. Das Gute daran: Sie sind unartig und reden zurück 🙂 Ich bekomme sofort ein Feedback, wie es sich anfühlt, wie meine Praxisversuche ankommen.

Utensilien mit Symbolwirkung

Beim Stöbern in den Utensilien des Profis fällt auf, dass vieles aus dieser Schatzkiste ganz normale Haushaltswaren sind. Wäschekluppen, beispielsweise, oder Schlauchklemmen. Andere Toys sind Spezialanfertigungen und individuell auf den Sklaven einstellbar. Vielfach ist es nur die Symbolwirkung, die Klarheit schafft: Das Halsband, das gleich zu Beginn angelegt wird, nimmt die Macht. Der Sklave darf nur dann reden, wenn er angesprochen wird.

Credit: Contessa Juliette

Die unterschiedlichen Schlaginstrumente einmal auszuprobieren, war eine kleine Herausforderung. Die richtige Dosierung, das richtige Maß an Energie, die richtigen Stellen treffen. Einfach nur zuschlagen – geht so gar nicht. Sondern mit Gefühl und Passion, Rhythmus und dem richtigen Schwung aus dem Handgelenk.

Ein wichtiger Bereich sind die Do’s and Don’ts in der Sicherheit und in der Hygiene. Ich weiß nun, dass ich den Bereich um die Nieren aussparen muss, der Lendenbereich sofort mit Hämatomen reagiert. Erstaunt bin ich allerdings, was der menschliche Körper so alles aushält. Denn wir Frauen trauen uns häufig nicht, etwas kräftiger zuzupacken – es könnte ja etwas passieren. Aber der Penis des Mannes ist sehr widerstandsfähig, das feste Zupacken ist für die Männer sogar sehr angenehm. Sollte dennoch einmal die Grenze des Erträglichen überschritten werden, rettet das Safeword aus der Patsche. Denn die Grenzen legt grundsätzlich der Sklave fest – er hat damit das Spiel weitgehend in der Hand. Die Domina agiert in diesem abgesteckten Raum, lust- und phantasievoll.

Einer der für mich spannendsten Techniken, die ich gelernt habe, sind das sichere Fesseln sowie das Abbinden der Hoden. In Juliette’s Autobiografie „Der Engel mit der Peitsche“ kam das Abbinden sehr häufig vor, und ich war neugierig geworden. Die Anwendung muss nichts mit SM zu tun haben, denn diese Methode ist vielfältig einsetzbar. Es ist für Männer nicht nur angenehm, bei Erektionsproblemen sorgt das Abbinden für eine bessere Standhaftigkeit. Die Technik hilft auch Männern, die zu schnell zum Orgasmus kommen.

Fazit: Eine wunderbare Möglichkeit, die Kompetenzen im Schlafzimmer einem Tuning zu unterziehen. Dafür sorgt der gut durchdachte Praxisteil, das sofortige Feedback und die Möglichkeit, ohne Tabus Fragen stellen zu können. Der Kurs ist nicht nur für zukünftige Dominas geeignet, sondern verhilft einfach zu mehr sexueller Kompetenz und zu Selbstbewusstsein. Denn was ich schon einmal ausprobiert habe, wende ich in der Praxis ganz anders an.

Mehr Infos zu Contessa Juliette unter: www.contessa.at

Anmeldungen unter contessa@contessa.at

Hier geht’s zum Interview mit Contessa Juliette: Die Ära der echten Domina ist vorbei

 

 

 

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Einen kurzen Moment der Aufmerksamkeit,

der Zutritt zu gosensual.at ist erst ab 18 Jahren gestattet.