Lovetoys direkt aus dem Garten Eden

**Chemiekeule adé: Handgefertigte Toys aus medizinischem Silikon, das sind Anja Koschemanns Spezialität. SelfDelve profitiert vom bewussteren Umgang: Mit zunehmender Toys-Verwendung beschäftigen sich KundInnen verstärkt mit den Eigenschaften der Produkte.  

"Gesundes" zum Spielen - Credit: SelfDelve

In den vergangenen Jahren tat sich so einiges am Lovetoys-Markt: Immer mehr Menschen achten auf die verwendeten Materialien und eine hochwertige Produktion. Und das ist gut so: „Als ich vor zehn Jahren mit SelfDelve begonnen habe, fiel mir in der Recherche auf, dass das Material oft aus Weichmachern besteht und die Produkte von schlechter Qualität sind“, erzählt Gründerin Anja Koschemann. Das Problem an Lovetoys mit Weichmachern: „Die Schleimhäute der Frau nehmen diese Stoffe ungefiltert auf. Als ausgebildete Chemielaborantin hatte ich da so meine gesundheitlichen Bedenken.“ Der Gedanke, eigene Produkte zu entwickeln, reifte und sie tüftelte an ihren eigenen Toys, die sich explizit nicht am Markt orientierten: „Penisnachformungen und kleine Delfine fand ich persönlich nicht so ansprechend.“

Anja Koschemann beim Gießen ihrer garantiert handgemachten Toys - Credit: SelfDelve.com

Anja Koschemann beim Gießen ihrer garantiert handgemachten Toys – Credit: SelfDelve.com

Ihre guten handwerklichen Talente waren von Vorteil, als die Unternehmerin ihr erstes Spielzeug entwarf: Eine halbrunde Banane. Als ihre Toys auch von Freunden und Bekannten angefragt wurden, entwickelte sie daraus das unternehmerische Konzept für allergen- und giftfreie Lovetoys. Anja Koschemann: „Ich verwende für meine Produkte nur medizinisches Silikon, das keine chemische Interaktion mit dem Körper eingeht, und völlig ungiftige Farben.“ Billiges Silikon ist übrigens durch einen simplen Geruchstest erkennbar: „Bausilikon ist durch seinen typischen Essiggeruch identifizierbar.“

Zur halbrunden Banane gesellten sich seitdem die unterschiedlichsten Früchte, Gemüsesorten und Skulpturen. Jedes Toy ist in zwei unterschiedlichen Härtestufen erhältlich: Zart und nachgiebig, und ein härteres Silikon für eine festere Stimulation. Zu Beginn der Spargelzeit kam übrigens noch eine zartgrüne Spargelstange mit violettem Köpfchen hinzu, welche die Farbe bei der Verwendung wechselt. Dafür stand übrigens ein österreichischer Spargel vom Nußböckgut in Leonding Pate. „Soweit ich weiß, bin ich die einzige Unternehmerin, die Segmente in die Toys einarbeitet, welche die Farbe je nach Temperatur wechseln können“, erzählt Anja Koschemann verschmitzt.

Menschen treffen bewusstere Entscheidungen

Beere auf Blatt - Credit: SelfDelve.com

Beere auf Blatt – Credit: SelfDelve.com

Die Quereinsteigerin war zur rechten Zeit am rechten Ort, hat die Zeichen der Zeit erkannt: Ein bis zwei Sextoys sind heute im durchschnittlichen Haushalt vorzufinden. „Noch vor 20 Jahren wäre mein Erfolg nicht möglich gewesen.“ Denn mit dem Aufbrechen der rigiden Sexualmoral und zunehmender Verwendung von Lovetoys beschäftigten sich immer mehr Menschen mit den Produkten am Markt, greifen auch zu qualitätvollen Alternativen asiatischer Billigware.

Der kreative Prozess wird heute sogar durch die KundInnen selbst unterstützt: „Wir haben eine treue Fangemeinde, die uns ihre Vorschläge schickt.“ Die Prototypen werden mit spielfreudigen TesterInnen getestet, bei Gefallen in das Sortiment aufgenommen. „Es sind aber natürlich auch eigene Sonderanfertigungen möglich.“ So sind auch personalisierte Toys nachgefragt, mit Kosenamen oder Kennenlerndaten. Ob Glitzer, Herzchen oder Sternchen, Sonderwünsche werden ganz individuell angefertigt. Für spielfreudige Menschen – oder die, die es noch werden wollen.

Mehr Infos zu den Produkten findet ihr hier: 

Selfdelve – Handgefertigte Silikon-Toys 

 

 

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