Männergesundheit: „Echte Vorsorge beginnt nicht beim Arzt“

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gosensual.at nutzt den Movember, um die Thematik Männergesundheit näher zu beleuchten – wie bereits berichtet, sind Männerkrankheiten immer noch noch ein Tabuthema. Eine Studie der Movember-Stiftung, der weltweiten größten Fundraising-Organisation für Männergesundheit, identifiziert ein Fünftel der österreichischen Männer als Vorsorge-Verweigerer, unter den Singles sind es sogar 26 Prozent. Etwa drei Viertel der Männer streifen die Thematik zumindest hin und wieder an. Mo Bro und Urologe Dr. Armin Henning erklärt, warum Frauen in der Gesundheitsvorsorge besser aufgestellt sind: „Es ist ein Genderstereotyp, dass Männer stark sind und nicht krank werden. Sich Hilfe zu suchen, wird als Schwäche ausgelegt“, so der Experte. 

Systemischer Vorsorgeansatz

Urologe und Mo Bro Dr. Armin Henning

Urologe und Mo Bro Dr. Armin Henning – ohne Schnurrbart….

„Die echte Vorsorge beginnt nicht beim Arzt“, so Armin Henning, viel wichtiger ist es, auf sich zu achten. Gesunde Ernährung, Bewegung, das Rauchen aufgeben – zum Arzt zu gehen sei erst der zweite Schritt. Frauen haben hier die Nase vorn, da sie beispielsweise an regelmäßige Besuche beim Frauenarzt gewöhnt sind. Viele Männer reden nicht einmal untereinander über ihre Probleme, sie glauben, klaglos in unserer Leistungsgesellschaft funktionieren zu müssen.

Dabei wäre es wichtig, sich mit dem eigenen Körper auseinanderzusetzen, informiert über die persönlichen Risiken zu sein. Letztendlich ginge es auch darum, eine „informierte Entscheidung treffen zu können“, so Henning. Die Probleme, die ihm in seiner beruflichen

… und mit Schnurrbart

… und mit Schnurrbart

Praxis begegnen, sind vielfältiger, wenn auch klassischer Natur: Von Problemen mit der Sexualität bis zu Krebserkrankungen, etwa der Hoden oder der Prostata.“ Das Wissen rund um diese Probleme und Erkrankungen ist ausbaufähig, der Arzt wird erst sehr spät konsultiert. Das Bild wiederholt sind im Bereich der psychischen Erkrankungen, die Suizidrate unter Männern ist daher höher als bei Frauen.

Movember: Rebellisch und unkonventionell

Armin Henning ist Teil der Movember-Bewegung, weil sie „rebellisch und unkonventionell“ ist – und Männer anspricht. Seit Jahrzehnten versuchen Mediziner auf die Problematik mit der Männergesundheit aufmerksam zu machen, mehr oder weniger erfolglos. Seit sich die Movember-Stiftung 2004 der Thematik angenommen hat, bewegt sich plötzlich etwas. „Was Movember so erfolgreich macht, ist die positive Botschaft“, so Henning. Es ist ein anderer, humorvoller Spin – mit Spiel, Spaß und Spannung, ohne den erhobenen Zeigefinger.

Link:

Die Homepage von Movember enthält viele Informationen über die wichtigsten Männerkrankheiten

 

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