Spiel mit mir! Das war die Xplore Wien 2014

**Drei Tage lang war das WUK ein sinnlicher und erotischer Spielplatz: Die Xplore Wien findet bereits das 3. Mal in der österreichischen Bundeshauptstadt statt. Ausgewählte und hochqualitative Beiträge von nationalen und internationalen Vortragenden machen die Workshops zu einem Ort der Begegnung und lassen erahnen, welche kreative Kraft in der Erotik steckt. Michael Wüst, Organisator der Xplore Wien, und Partnerin Loba im Interview.

Credit: Xplore Wien 2014

Das WUK – „ein Glücksfall“ 

Michael Wüst kennt seit vielen Jahren die Szene. Es ist ein paar Jahre her, da blickte der Veranstalter und Bondage-Performer sehnsüchtig nach Berlin, denn hier setzt der Berliner Tänzer und Konzeptkünstler Felix Ruckert bereits seit 2004 das Konzept aus Kunst und Kreativität, Lust und Sinnlichkeit um. In Berlin sind die Veranstaltungen so erfolgreich, dass die Besucherzahlen reduziert werden mussten, um die Intimität zu erhalten. Heuer steht die Xplore Berlin unter dem Motto „Mysterium“, das Programm wird eisern geheim gehalten.

Vom Konzept beeindruckt, fasste er den Plan, dieses Festival auch nach Österreich zu bringen. Ganz so einfach war das jedoch nicht. Die größte Challenge: „Eine den Ansprüchen genügende leistbare Location finden“, so Michael Wüst, die auch kein Problem mit der Thematik hat. Das Wiener Werkstätten- und Kulturhaus, kurz WUK, für die Xplore gefunden zu haben, empfindet Michael Wüst heute als Glücksfall. Denn das WUK hat Flair und eine gute Atmosphäre, wie auch seine Partnerin Loba konstatiert. Die Location hat vor allem eine Tradition: „Es gehen hier Dinge, die anderswo nicht gehen“, so Loba, „Schon in den 90er Jahren hat sich Hermes Phettberg hier in einer Aufsehen erregenden Performance 14 Tage lang öffentlich anketten lassen.“

„Neues entdecken“

Ziel der Xplore ist es, mit der Sexualität zu spielen, Neues zu entdecken und Erfahrungen in einer sicheren Umgebung unter Anleitung von Profis zu ermöglichen. „Die Workshops sind eine Art Teaser, so Wüst, „Einige der Workshops können auf Grund der relativen Kürze von 90 Minuten nur eine Idee vermitteln, ein Hineinschnuppern ermöglichen. Andere wiederum bieten durchaus profunde Selbsterfahrung bin in Grenzbereiche. In jedem Fall fördern sie einen unkonventionellen und spielerischen Zugang zu Sexualität, abseits fester – oder besser gesagt – festgefahrener Strukturen.“

„Dem Konzept von Felix Ruckert folgend, sind die Pausen ebenso wichtig wie die Vorträge, da sie Gelegenheit zum Austausch untereinander und zum Schließen und Vertiefen von Bekanntschaften bieten“ ergänzt Loba.

Beginnend beim erotischen „Lift & Carry“, über Rough Body Play bis hin zu „Zärtlichkeit“ und „Schulstunden“ mit Domina Laudana wurde eine enorme Vielfalt präsentiert. Durch die Integration anderer Disziplinen wie dem Tanz, Yoga oder der Kampfkunst wird mit erotischen und sadomasochistischen Triebkräften gespielt und geforscht, andere Welten mit einbezogen. Mit diesen Erfahrungen kann dann entschieden werden, ob man eine Spielart kultiviert, für sich adaptiert oder ob man sie ablehnt. „Die Teilnehmer verließen das Festival, um viele oft neue und intensive Erfahrungen bereichert. Wir sind sicher, sie kommen nächstes Jahr wieder“, so Michael Wüst abschließend.

Hier mehr erfahren: 

Xplore Wien 2014 

 

1 Kommentar zu Spiel mit mir! Das war die Xplore Wien 2014

  1. Meine sexuellen Fantasien würde ich gerne ausleben. Mein Wusch wäre es von sehr vielen Frauen überwältigt oder vergewaltigt gefesselt und zusamengeschlagen zu werden. (-:

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