Nick Karras: Das weibliche Geschlecht

Rogner & Bernhard

„Das weibliche Geschlecht“ ist ein Portrait, ein Beitrag zur Enthüllung des ‚unsichtbaren Geschlechts‘: Denn das weibliche Geschlecht ist in unserer sexualisierten Gesellschaft immer noch ein großes Tabuthema. Viele Frauen wissen nicht oder haben keine genaue Vorstellung davon, wie ihre Genitalien aussehen. Meist bekommt man das weibliche Geschlecht nur in pornografischen Zusammenhängen zu sehen – wohlgeformt, rasiert, keimfrei. Auch das weibliche primäre Geschlechtsorgan muss heute einer ästhetischen Norm genügen: Der Anstieg an labiaplastischen Operationen und die mittlerweile zur Normalität gewordenen Intimhaarentfernung zeigen, dass immer mehr Frauen (und Männer) einem Ideal entgegenstreben, das wenig mit den realen Vorbildern aus der Natur zu tun hat.

Der US-amerikanische Fotograf und Sexualwissenschaftler Nick Karras stellte für „Das weibliche Geschlecht“ 48 Fotos zusammen, welche die Vielfalt und Schönheit natürlicher, weiblicher Genitalien zeigen – so wie sie sind. Karras hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen ihre eigene Schönheit vor Augen zu halten; seine Bilder sind nicht nur ein ästhetisches Statement, sie sind ein Beitrag zur Manifestation sexuellem Selbstbewusstseins.

Nick Karras
Das weibliche Geschlecht
Eine ziemlich ungenierte Bildersammlung
Buch & DVD (engl.), 120 Seiten
Verlag: Rogner & Bernhard

3 Kommentare zu Nick Karras: Das weibliche Geschlecht

  1. sicherlich ein wunderbares Buch – sollte ich mir das zu Weihnachten wünschen? Also nicht im Familienkreis – eher von meinem besten Freund? Na, Spass beiseite.
    Als ich Deine, liebe Anja, Buchrezension las, sind mir einige Schätze meines Fotobuchfundus in Erinnerung gekommen – mich hat das Thema an sich ja immer interessiert, da ich ja eine Dunkelkammer hatte und selber viel fotografierte (und ja, auch solche Bilder) und das noch immer tue (nein, solche Bilder nimma).
    Aber, hier meine Empfehlungen für wirklich (m.E.) tolle Fotoliteratur:
    *) Bettina Reihms „Female Trouble“ – 5 Sterne
    *) Weiermair „Frauen sehen Männer“ – 5 Sterne
    *) Petra Olschewski „Frauenbilder“ – 4 Sterne
    *) Angelo Frontoni – „Magic Women“ – 4 Sterne
    und …
    *) Dahmane Benanteur „Akte“ – 1000ende Sterne
    und natürlich
    *) Man Ray – jedes Aktbild ist ein Kunstwerk sonder gleichen. – Millionen von Sternen.

    Manche dieser Bücher/Bildbände werden – so denke ich -gar nicht mehr aufgelegt – schade.

  2. Weihnachten wird meines Erachtens nach überbewertet – Bücher sind ein Lebenselixier und jederzeit schenkbar 🙂 Vielen Dank für die Anregungen, werde ich mir ansehen!
    Und solltest du andeuten, dass man für erotische Fotografie zu alt wird: NOPE!

  3. Nein, Anja, wird man eh nicht – nur die sog. Models fühlen sich zu alt und wollen nimma. z.B. habe meinen besten Freund als Männeraktstudie über Jahre hinweg abgelichtet (ca. 1989 bis 1994) – wollte dann so ein 25 Jahre danach machen – no chance. Nur so halt.

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