Um Frauen und Mädchen besser vor geschlechtsspezifischer Gewalt schützen zu können hat der Schweizer Bundesrat bekannt gegeben, die sogenannte ‘Istanbul Konvention’ zu unterzeichnen. Damit diese rechtskräftig wird, müssen zehn Staaten diese Konvention ratizifiert haben, was bis dato lediglich vier Staaten gemacht haben.
Die Organisation TERRE DES FEMMES Schweiz begrüßte diese Entwicklung in einer Aussendung und hofft, dass der Bund sich jetzt auch außenpolitisch für die fehlenden Ratifizierungen einsetzt, damit der Implementierung der Konvention nichts mehr im Wege steht. Wird diese in Kraft gesetzt, könne es endlich konkrete Maßnahmen im Bereich Prävention und Schutz der Betroffenen von geschlechtsspezifischer Gewalt geben. Es fehle an Mitteln für die effektive Präventionsarbeit, an einer genügenden Anzahl von Betten in Frauen und Mädchenhäusern sowie an ausreichenden Angeboten für Frauen mit einem unsicheren Aufenthaltsstatus.
Der Europarat forcierte die sogenannte ‘Istanbul Convention’, um präventiv gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorzugehen - Ziel ist es, Frauen vor allen Formen von Gewalt zu schützen, diese zu verhüten, zu verfolgen und zu beseitigen. Die Convention soll auch einen Beitrag zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau beitragen und eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern fördern. Dazu ist in den teilnehmenden Ländern ein umfassender Rahmen sowie ein Maßnahmenkatalog zum Schutz und zur Unterstützung von Opfern von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zu entwerfen.
Presseinfo Council of Europe: “Two years on, the Istanbul Conventions needs more ratifications”