In der Tischlerei ist es warm, der Duft von frisch geschnittenem Holz liegt in der Luft. Die unterschiedlichsten Bauteile liegen fein säuberlich geschlichtet in den Regalen. Erst beim näheren Hinsehen unterscheidet sich die Tischlerei “X-Factory” von Günther Weinhofer von konventionellen Betrieben - der Gföhler Tischler bedient eine Nische. Hochwertige, intelligente SM-Möbel und -Modulsysteme sind sein Spezialgebiet, und die sind mittlerweile auch weltweit gefragt.
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“Oversexed, but underfucked”
“Ohne Internet hätte ich mich nie getraut”, erinnert sich Günther Weinhofer. Der ausgebildete Meister für Tischlerei und Raumgestaltung designte und tischlerte zunächst nur nebenberuflich SM-Möbel, die Nachfrage nach seinen Produkten ließ ihn aber zur Gänze in die Selbständigkeit gleiten. “Es ist wie ein großer Spielzeugladen, nur betreibe ich ein sehr ernstes Spiel”, lächelt Weinhofer. Nur hochwertige Materialien und Vollholz verwendet er für die intelligent durchdachten Modulkonzepte, für die er auch eigene Maschinen entwickelte. Etwas anderes blieb ihm auch gar nicht übrig, denn Maschinen für diesen Spezialbereich gibt es nicht. Durch seine individuell einstellbaren Pranger und kreativen Modulzusammenstellungen sind seine Möbel weltweit gefragt: “Meine Module sind am Markt einzigartig.”
So gibt es frei erweiterbare Module für zu Hause, ganz diskret sind diese zusammensteckbaren Teile auch im elterlichen Schlafzimmer zu verstauen. Ein harmlos aussehendes Bücher-Regal ist mit nur einem Handgriff zu einem Pranger umgestaltbar. Aber auch für fix ausgebaute Spielräume sind entweder durch fertig geplante Module, oder durch individuelle Anfertigungen im Produktportfolio enthalten. Die seinen Angaben nach größte österreichische Sammlung von E-Toys ist im Schauraum ausgestellt und käuflich zu erwerben.
Lediglich ein Fünftel der Produkte verkauft Günther Weinhofer in Österreich, der Rest wird weltweit verkauft - Deutschland ist sein wichtigstes Verkaufszielgebiet: “Unser Nachbarland ist viel aufgeschlossener als wir hier in Österreich.”
“Oversexed, but underfucked”
SM ist für Günther Weinhofer nur eine Spielart von vielen: “In dem Moment, in dem fixiert bin, bin ich erst recht nicht frei.” Für guten Sex, so Weinhofer, müssen Menschen miteinander reden, sich Zeit nehmen und dem Alltag entfliehen. “Der Kopf muss frei sein”, erklärt er. SM habe durch die vorbereitenden Maßnahmen gewisse Vorteile, denn das Spiel fängt hier bereits an. Im Interview kritisiert er den Wissensmangel über Sexualität, schlechter Sex sei die Folge: “Wir sind oversexed, but underfucked.”
Gerade bei individuellen Tischler-Aufträgen geht er kompromisslos vom SSC-Grundsatz aus: Safe, Sane & Consensual (sicher, vernünftig und einvernehmlich): “Wenn wir uns auf dieser Ebene bewegen, dann ist das Ordnung.”So muss er bei individuellen Anfertigungen mitunter die Mindestmenge an Atemluft berechnen, die einer Person - etwa in einer Kiste - zur Verfügung stehen muss. Soll die völlige Dunkelheit gewährleistet sein, so greift er in die Trickkiste - und gewährleistet Sicherheit und Spaß am Spiel gleichermaßen. Unethische Angebote, wie ein völlig luftdichter Verschluss, hatte der Tischler bereits so einige, angenommen hat er keinen dieser Aufträge.
Hier kann man eintauchen in die Welt wunderschöner SM-Möbel:
X-Factory Möbelmanufaktur
Seefeldstraße 3
3542 Gföhl (Nahe Krems)
www.x-factory.at