Ein Politikfeld zwischen Pragmatismus, Moralisierung und Resistenz. Es diskutieren die Autorin Helga Amesberger (Institut für Konfliktforschung, Wien) und Christine Nagl vom Forum sexworker.at über die Forschungsergebnisse und darüber, wo Österreich mit dem Modell der Regulierung im europäischen Kontext steht.
Sexarbeit wird in Österreich gesetzlich “reglementiert”. Ein komplexes System von Bundes- und Landesgesetzen reguliert die Ver- und Gebote, entlang derer Sexarbeit ausgeübt werden darf. Seit der Strafrechtsreform 1974 ist Sexarbeit zwar nicht mehr grundsätzlich kriminalisiert, unterliegt aber zahlreichen kontrollierenden Maßnahmen.
Die aktuelle Publikation beleuchtet nun erstmals umfassend die österreichische Prostitutionspolitik und ihre Auswirkungen auf die Ausübung von Sexarbeit – und berücksichtigt dabei die Perspektiven von Sexarbeiterinnen, NGOs, Verwaltung, Exekutive und Politik.
Moderation: Ulli Weish, Universität Wien
Begrüßung: Birgit Hebein, Grüne Gemeinderätin in Wien
Veranstaltet von: Grüner Rathausklub, Verlag New Academic Press, Hauptbücherei Wien, GBW Wien

